FAQ

Die meistgestellte Fragen im Überblick

  • Beinhaltet das Tape Medikamente?

    Nein. Dem Tape sind keine Medikamente zugefügt. Es ist lediglich die Elastizität die den Effekt verursacht. Es gibt bislang nur einen Materialanbieter, “Kiratape“, der dem Tape einen bestimmten Stoff zufügt, der Mehrwert davon ist jedoch nicht bekannt. Das orginale Konzept arbeitet nicht damit!

  • Gibt es einen Unterschied bei den verschiedenen Tapeprodukten?

    Ja, dabei gibt es einen deutlichen Unterschied. Einerseits wird das durch die Einfärbung des Materials verursacht, wodurch die Dehnbarkeit verändert wird. Andererseits ist die Klebeschicht aus einer anderen Struktur oder einem anderen Material, wodurch die Haftbarkeit zu wünschen übrig läßt. Wenn sich das Tape innerhalb von 24 Stunden von der Haut löst, kann das folgende Ursachen haben: die Haut war zu fettig oder zu behaart, das Basismaterial (das Produkt) ist schlecht, es wurde eine falsche Technik eingesetzt ( häufig sieht man dann eine falsche oder eine Kompensationsbewegung) oder aber man probiert eine andere Farbe aus. Hilft das alles nicht, stellt sich die Frage, ob das Tapen bei diesem Patienten als Indikation eingesetzt werden sollte.

     
  • Gibt es Unterschiede bei der Anbringung des Tapes?

     

    Ja, es gibt einen Unterschied der Techniken und der Applikationsformen des Tapes.

    Zuerst ist die Dehnung die man auf das Tape setzt von großer Bedeutung. Praxiserfahrungen zeigen, das der Körper unterschiedlich auf verschiedene “Dehnreize“ reagiert. Häufig ist es sogar so, daß desto kleiner der Reiz ist, desto größer ist die Reaktion des Körpers. Wird der Reiz zu groß, vergiß nicht, das das Tape 24 Stunden pro Tag und mehrere Tage nacheinander auf der Haut getragen wird. Der Körper kann dann auch dagegen arbeiten. Die Applikationsform ist vorallem zu Beginn der Behandlung wichtig. Verschiedene Untersuchungen zeigen, das daß Anbringen des Tapes anatomisch so genau wie möglich, die besten Resultate  bei akuten Fällen liefert.

    Das sehen wir vorallem zugunsten des Gewinnes der ROM des Gelenkes zurück (“Short term effects of Kinesio Tape on pain and cervical ROM in patiënts with acute whiplash injury”, siehe weiter Literaturdatenbank). In der subakuten Phase kommt der segmentale Reiz mehr zum Vorschein und scheint die Oberhand  im Zusammenhang mit der Schmerzdämpfung zu haben (Artikel:” Het effect van Curtape op de pijn tijdens de menstruatie bij patiënten met primaire dysmenorrhoe”). Jedoch ist darüber noch nicht allzu viel bekannt und noch Untersuchungswürdig. 
     
    - Möchte man verantwortungsbewußt mit dem Material umgehen, ist es ratsam einen Kurs zu folgen.
  • Haben die Farben eine bestimmte Bedeutung?

    Reaktionen im Körper verursachen können. Was deutlich ist, ist die unterschiedliche Dehnbarkeit der verschiedenen Farben. Diese Gegebenheit wurde in Spanien untersucht. Bei der Studie wurden unterschiedliche Werte bezüglich der Dehnbarkeit gefunden. Mehr dazu finden Sie in dem Artikel “Mechanical behaviour of functional tape” aus der Literaturdatenbank. Die Einfärbung des Basismaterials ( beiges Tape) sorgt für eine Veränderung der Basiseigenschaft des elastischen Gewebes. Es scheint, das daß schwarze Tape die geringste Dehnbarkeit und das beige Tape die größte Dehnfähigkeit hat.

    Diese Gegebenheit könnte eventuell einige Reaktionen erklären. Warum haften einige Tapes besser als andere Farben bei ein und demselben Patienten? Das könnte damit erklärt werden, das die Dehnbarkeit dieser Farbe besser übereinstimmt mit der Dehnbarkeit der Haut des Patienten. Möglicherweise?!
    Es gibt noch andere Erklärungsmöglichkeiten, die......
       
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  • Ist das Tape hypoallergen?

    Laut der Hersteller sind die Tapes hypoallergen. In der Praxis sehen wir auch sehr wenig Patienten die allergisch auf die Tapes reagieren. Das steht im Zusammenhang mit unterschiedlichen Eigenschaften des Tapes. Allererst beinhaltet das Tape kein Latex wodurch es besser zu vertragen ist. Das Tape besteht aus einer hochwertigen Baumwolle und die Klebeschicht ist aus 100% Acryl. Zusätzlich hat die Struktur des Tapes ein offenes Raster, wodurch die Haut nicht zugeklebt wird und atmen kann. Wir wissen, das die Haut das größte Ausscheidungsorgan des Körpers ist. Diese Funktion wird durch das Tape nicht eingeschränkt. Sollte der Patient direkt nach dem Anbringen des Tapes ein brennendes Gefühl unter dem Tape erwähnen und es entsteht ein roter Rand rund um das Tape, ist Vorsicht geboten und eventuell die Rede von einer Allergie.

    Ein Juckreiz hingegen muß keine Kontraindikation für den Gebrauch des Tapes sein,....
      
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  • Was ist der Unterschied zu dem konventionellen Tape (unelastisches Sporttape)?

    Es ist ein sehr großer Unterschied zu dem unelastischem Tape. Der Gebrauch des jeweiligen Tapes liegt vorallem in der Zielstellung als auch bei der Indikation. Bei dem unelastischem Tape versucht man eine Bewegung zu steuern oder einzuschränken. Dabei wird ein großer Anteil der Haut fixiert, wodurch das Gelenk eingeschränkt werden kann. Vorallem bei Sportlern kann das zu einem Vor- aber auch zu einem Nachteil führen. Es werden, betrachtet man die Kinesiologie, Kompensationsreaktionen auftreten, um doch die Bewegung auszuführen. Die Bewegung wird aus den umliegenden Gelenken geholt. Das kann zu Komplikationen führen. Bei dem elastischen Tape ist dieser Prozess wesentlich geringer. Die Bewegung kann jederzeit ausgeführt werden, es tritt jedoch eine andere Reaktion auf. Das Tape reizt die Haut, wodurch die Gehirnfunktion stärker aktiviert und gefragt wird eine “aktive“Stabilisierung auszuführen. Dies ist vorallem aus therapeutischer Sicht effektiv und wünschenswert. 

    Der entstande Reiz der Haut sorgt ebenfalls für eine Aktivierung des Nervensystems wodurch mehr im Körper passiert als das wir es von Außen wahrnehmen oder sehen könnten. Denk an die Schmerzdämpfung bei Menstruationsbeschwerden (Artikel: :” Het effect van Curtape op de pijn tijdens de menstruatie bij patiënten met primaire dysmenorrhoe”). Es kann kein direkter Zusammenhang im Bezug auf eine mechanische Wirkungsweise hergestellt werden, aber die Tapes sind effektiv. 
     
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  • Wie kann man am Besten das Tape von der Haut entfernen?

     

    In den meisten Büchern steht beschrieben, das man das Tape am Besten entfernen kann, indem man es naß macht. Aber warum eigentlich? Die Klebeschicht löst sich durch das Wasser nicht auf und die Haut wird nur aufgeweicht. Ich habe schon häufiger bei Patienten beobachtet, das die Oberflächenhaut an der Klebeschicht des Tapes hängen blieb, was sich durch eine Haut mit hellroten Flecken bemerkbar macht. Besser ist es, ein kleberlösendes Mittel zu verwenden. Sterilium ist eine sehr gute und brauchbare Alternative. Weiche das Tape mit Sterilium auf, warte 1 bis 2 Minuten, bis das sich der Kleber lösen kann und entferne dann langsam das Tape (niemals ruckartig!).

    - Entferne das Tape in Haarwuchsrichtung

    - Ziehe das Tape in einem kleinen Winkel ab (hebt die Haut nicht an)

    - Fixiere jeweils die Haut hinter der bereits abgerollten Seite des Tapes

    - Entfernung des Tapes mit Stirilium

         

    Tipp: bei Kindern ist es auf jeden Fall ratsam ein klebelösendes Mittel zu verwenden. Wenn das Entfernen des Tapes einmal weh getan hat, möchten sie häufig bei der nächsten Behandlung kein Tape mehr.

     
  • Wie kann man das Tape in Rechnung stellen?

    Darauf kann man bislang noch keine eindeutige Antwort geben. Es werden unterschiedliche Systeme hantiert. In einigen Fällen kann die Kostenabrechnung des Tapes über ein Rezept für Verbandsmaterialien laufen, wobei der Patient das Tape in der Apotheke erlangt. Man kann auch den eigentlichen Tarif der Behandlung erhöhen um die Kosten für das Material abzudecken. Oder aber der Patient kauft sich selbstständig in der Apotheke oder beim Anbieter eine Rolle Tape und läßt sie dann durch den Fachmann anlegen. Innerhalb großer Gesundheitseinrichtungen ist man häufig Abhängig vom Einkauf der einzelnen Instanzen. Ebenso gibt es momentan noch keine genauen Richtlinien über den Preis einer Tape-Applikation. Es wäre eine gute Idee um daran zu arbeiten. 

     
  • Wie wirkt das Tape?

    Diese Frage wird in der Praxis wohl am häufigsten gestellt und es gibt diesbezüglich mehrere Meinungen.Es ist wichtig, das Tape nicht als ein Wundermittel zu betrachten, das alle anderen Formen von Therapien ersetzen kann. Viele sehen dieses Konzept auch nicht als eine eigenständige Therapie, sondern als eine zusätzliche Intervention. Es ist eine Applikation, um Schmerzen zu beeinflussen, Schwellung zu verringern und die Muskulatur zu unterstützen. Es wird vorallem an die körpereigenen Heilungsprozesse appeliert. Das Tape kann unterschiedliche Effekte auf den Körper haben. Der Indikationsbereich ist groß und bekommt durch Untersuchungen immer mehr Annerkennung und Bestätigung.

     

    Nach dem Anlegen des Tapes ist deutlich erkennbar, das die Haut angehoben wird und Wellen erzeugt werden. Der Druck unter der Haut wird durch das Anheben verringert und der Weg für die Lymphabfuhr, die als Basis für einen besseren Stoffwechsel benötigt wird, freigemacht. Da das Tape ebenso Sensoren in der Haut reizt, kann eine Schmerzdämpfung in dem betroffenen Gebiet entstehen. Diese Schmerzdämpfung sorgt für eine Funktionswiederherstellung des Gewebes, wodurch ein besserer Heilungsprozess statt findet.In der Praxis wurden nach dem Anlegen des Tapes ebenso Organreaktionen wahrgenommen......

     

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